Die Rückkehr des Lichtes

Heute war ich mit meinem Mann und unserem Hund in einem nahen wunderschönen Tal spazieren. Die Sonne schien am strahlendblauen Himmel, der Schnee glitzerte in der Sonne, es war nahezu magisch. Ich blieb immer wieder stehen, hielt das Gesicht mit geschlossenen Augen in die Sonne und atmete die Wärme und das Licht ein. Ich war in diesem Moment einfach nur glücklich.

Der Schnee war herrlich, es knirschte unter meinen Füßen, und doch fühlte es sich nicht mehr so ganz wie Winter an. Die Vögel sangen schon kräftig, und auf der sonnigen Seite der Hänge war der Schnee schon fast geschmolzen. Der kommende Frühling ließ sich schon erahnen.

Wir befinden uns gerade in einer Dojo-Zeit, einer Zeit zwischen den Wandlungsphasen Wasser (der Winter wird hier zugeordnet) und Holz (wozu der Frühling zählt).

Dojo-Zeiten sind Schwellenzeiten. Sie bilden einen sanften Übergang zwischen den Wandlungsphasen.

Sie dauern 18 Tage und sind dem Element Erde zugeordnet. Sie zeigen die Veränderung im Außen und bringen uns gleichzeitig in unser Inneres, in unsere Mitte zurück. Sie helfen uns, etwas abzuschließen und gleichzeitig bereit für das Neue zu sein.

Wir können diese Dojo-Zeit für eine Innenschau nutzen. Wir können uns fragen:

  • Was kann ich mir Gutes tun? Wie kann ich mich nähren (und ernähren)?
  • Was möchte ich abschließen?
  • Was wartet darauf, neu begonnen zu werden?
  • Was darf endlich wachsen?

Die Natur ist wie ein Spiegel, und es ist ein Geschenk, in diesen Spiegel zu schauen. Wir müssen nur achtsam und wach sein, dann finden wir alles darin, was wir brauchen.

Genauso hat es sich heute beim Spaziergang für mich angefühlt. Ein Übergang zwischen Winter und Frühling, weder das eine noch das andere. Ich habe den Schnee genossen, aber genau so das Vogelzwitschern und die Wärme der Sonne. Ich habe den Abschied des Winters gespürt und das Kommen des Frühlings.

Es ist spürbar: das Licht kehrt zurück.

Und damit auch die Hoffnung des Frühlings. Es bleibt nicht kalt und dunkel und kahl, nein, es wird wärmer und heller werden, und die ersten Knospen an den Sträuchern und Bäumen sind schon zu sehen. Es braucht nur noch mehr Wärme, dann platzen sie auf. Die ersten Frühblüher strecken schon ihre Blätter raus, und bald werden die Blüten folgen.

Am Morgen wird es immer ein paar Minuten früher hell, und das Licht am Nachmittag bleibt schon deutlich länger. Die Lebensgeister erwachen wieder.

Die Kraft des Lichtes wird von einem Blinzeln zum Strahlen.

Wir können die Zeit auch für einen Hausputz nutzen. Um wieder klarer sehen zu können. Durch die Fensterscheiben. Durch unser Leben. Wir können uns von Dingen trennen, die wir nicht mehr brauchen. Die uns belasten oder uns behindern. Die nicht mehr zu unserem Leben passen.

Morgen ist der erste Februar. Auch hier ein kleiner Neubeginn, ein neuer Monat, eine neue Woche.

Mögest du die Rückkehr des Lichts, die Dojo-Zeit als Schwellenzeit gut für dich nutzen können.

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